04.12.2025 | Am Donnerstag, 4. Dezember 2025, versammelten sich während der Betriebsversammlung im Mercedes-Benz Werk in Ludwigsfelde spontan fast alle Beschäftigten, die an der Versammlung teilgenommen haben, um dem Management klarzumachen, dass sie keineswegs mit der Situation im Werk zufrieden sind.
Gemeinsam setzten die rund 800 Beschäftigten ein Zeichen für den Erhalt des Mercedes-Benz Werks in Ludwigsfelde und protestierten dagegen, dass durch die Vergabe der Produktion des vollelektronischen Sprinters nach Polen nur noch rund 200 Arbeitsplätze im Werk bleiben sollen.
„Nachdem vor der Betriebsversammlung bekannt wurde, dass das Management des Konzerns nach außen kommuniziert, dass die Beschäftigten im Werk in Ludwigsfelde mit ihrer Lage zufrieden seien, machten sich die Kolleginnen und Kollegen mit der Aktion Luft und sehr deutlich, dass sie eine Zukunft für ihr Werk in Ludwigsfelde fordern“, so Tobias Kunzmann, Erster Bevollmächtigter IG Metall Ludwigsfelde. „Schließlich geht es auch um den Erhalt der Arbeitsplätze in der Region. Die Beschäftigten im Mercedes-Benz Werk haben nur eine Beschäftigungssicherung bis 2029.“
Rund 1.800 Beschäftigte des Werks und ihre Familien sind in Sorge um ihre Existenz und haben keine Planungssicherheit. Am Werk hängen auch die Arbeitsplätze hunderter Beschäftigter in Zulieferbetrieben, Logistik und der Dienstleistung rund um das Werk. Für Ludwigsfelde ist das Mercedes-Benz Werk ein historisch, aber auch gesellschaftlich gewachsenes Kulturgut. Eine Schließung würde massive wirtschaftliche Folgen mit sich bringen.